Kritik der Berliner Zeitung für "Die Eisbombe"

"Nun gelingt dem Film etwas ganz Schwieriges: Er muss von der Nummerndramaturgie des Klamauks zur großen Erzählung finden. Das schafft er, weil Eike Weinreich als Darsteller des Tom ein Glücksgriff ist. Er liefert keine Karikatur eines verklemmten Muttersöhnchens ab, sondern entwickelt das zunehmend komplexe Bild eines jungen Mannes, der sich über das Ausmaß und die Herkunft seiner Macken klar wird. Seine quirlige Freundin Lucie (Katharina Schüttler) und die Raumpflegerin Elfi (mit gesunder proletarischer Intelligenz und umstandsloser Solidarität: Heike Jonca) helfen ihm, Selbst- und Weltvertrauen zu fassen. "Die Eisbombe" ist eine gelungene Satire auf die Sicherheitsgesellschaft, die verbissene Regelungswut überinformierter Wohlstandsökologen und auf die "arbeitslose Angst", die jedes noch so kleine Restrisiko des Lebens erschnüffelt." - Berliner Zeitung vom 07.08.2008, Jan Brachmann

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/norddeutsch-trocken--boes--und-lustig---die-eisbombe--wir-werden-vom-ozonloch-angegriffen,10810590,10577934.html

Pro/Contra: 
Datum: 
Donnerstag, August 7, 2008