Kritik von monstersandcritics zu "Die Eisbombe"

"Es ist ein ziemlich ätzender Fingerzeig, den sich Oliver Jahn erlaubt. Leise Töne sind jedenfalls nicht seine Stärke, 'Die Eisbombe' trägt dick auf und schießt dabei auch bisweilen über das Ziel hinaus. Zumal die Figuren in ihrer Schemenhaftigkeit nicht immer glaubwürdig bleiben und die Inszenierung nicht konsequent ist. Viele Einfälle verpuffen einfach oder scheinen - wie die Reality-Reportagensendung, die vom Unglück der Schuhmann-Weils berichtet - aufgesetzt. Das wirkt auf der Leinwand ohnehin ein wenig verloren, im Fernsehen wäre die 'Die Eisbombe' wahrscheinlich besser aufgehoben. Dort käme auch eher zur Geltung, dass der Film ein vortrefflicher Kommentar des Zeitgeistes ist, den all die Öko-Yuppies, Lohas ('Lifestyle of Health and Sustainability') und Slow-Food-Fetischisten als Fessel individueller Freiheit benutzen und sich dabei ein ruhiges Gewissen ankonsumieren. Dabei bleibt einem das Lachen dann schon mal im Halse stecken."

- monstersandcritics vom 06.08.2008, von Andreas Fischer

 

http://www.monstersandcritics.de/artikel/200831/article_95330.php/Film-K...

Pro/Contra: 
Datum: 
Mittwoch, August 6, 2008